Aufbruch zum Roten Planeten - Review

Spieler: 2-6
tatsächliche Spielzeit: unter 1 h
Genre: Area Control, Card-Driven, Euro
Thema: Steampunk Science Fiction
Komplexität: einfach
Alter: 12
Sprache: deutsch
Autoren: Bruno Cathala, Bruno Faidutti
Verlag: Heidelberger Spieleverlag / FFG


Aufbruch zum Roten Planeten heißt das Spiel und genau das ist das was wir tun. Wir schießen Raketen in verschiedene Regionen des Mars, erkunden sie und beuten sie aus. Und wie süß die kleinen Plastikastronauten sind, die man da los schickt. Hoffentlich passiert ihnen nichts.


DIE SPIELMECHANIK

Die grundlegende Spielmechanik ist erschreckend simpel. In der Mitte liegen ein paar Raketenkarten, welche zum einen angeben, in welche Marsregion sie fliegen und zum anderen wie viele Astronauten reinpassen. Nun wird von jedem Spieler verdeckt eine Karte ausgespielt auf der steht, wie viele Astronauten sie losschicken und welchen Sondereffekt sie auslösen möchten. Die Karten haben eine Wertigkeit von 1 bis 9, wobei die niedrigeren Wertigkeiten stärkere Karteneffekte und mehr Astronauten als die Höheren tragen. Dafür werden die hohen Karten aber zuerst ausgespielt. Ein Spieler sagt einen Countdown an („9, 8, 7, 6...“) und wenn die Zahl meiner Karte genannt wird, spiele ich sie aus. Dann setze ich ein paar Astronauten auf Raketen, sprenge eine andere, verführe einen Mitspieler oder bewege Astronauten die bereits auf dem Mars gelandet sind in andere Gebiete. Danach wird die Karte abgeworfen und kann nicht nochmal ausgespielt werden (außer durch einen anderen Karteneffekt, Karte 9 lässt alle ausgespielten Karten zurück auf die Hand). Das Spiel dauert 10 Runden.

Sobald eine Rakete voll ist, fliegt sie zum Mars in das entsprechende Gebiet. Die Spieler versuchen in der Regel in jedem Gebiet die Mehrheit zu haben, denn das erlaubt ihnen bei Zwischen- und Endwertung dort die Rohstoffe zu fördern, die man da entdeckt hat. Das bringt am Ende Siegespunkte.

Es gibt auch ein paar geheime Missionskarten, welche man auf der Hand hält. Bringt ein bisschen Würze rein.


DAS THEMA

Das Thema ist etwas abgedreht und erinnert, wie das Area Control Prinzip an Alien Frontier. Aber ich finde es gut umgesetzt. Da oft Astronauten draufgehen, weil sie sich auf dem roten Planeten gegenseitig umbringen, ihre Raketen sabotieren oder mit selbigen an falscher Stelle eintreffen, wirkt das Steampunk Thema glaubwürdig. Ich liebe Dilettantismus in der Raumfahrt. Das macht mir schon an Galaxy Trucker Spaß!


ARTWORKS UND KOMPONENTEN

Die Artworks sind auf anständigen Fantasy Flight Niveau und eine Mischung aus Comic und Steampunk. Die Karten, die man spielt, sind quasi Agenten, welche man auf Missionen sendet, um sich zu helfen und andere zu Ärgern. Von Femme Fatale, zum Spion, zur Touristenführerin ist da alles dabei und die sehen klasse aus.

Die Komponenten sind hochwertig und für so ein einfaches Spiel schon fast ein bisschen zu aufwendig. Die kleinen Plastikastronauten sehen süß aus.


FÜR WEN:

Einfache Regeln, komplexe Möglichkeiten. Besonders mit vielen Spielern!
In zehn Minuten erklärt!
Auch als Familienspiel geeignet.


FÜR WEN NICHT:

Dagegen kann man eigentlich nichts haben :).
Ist halt leichte Kost.
Aufgrund der hochwertigen Komponenten relativ teuer für ein Spiel aus diesem Genre.


FAZIT

Mit Aufbruch zum Roten Planeten kann man nichts falsch machen. Es ist in zehn Minuten erklärt, hat schöne Komponenten und macht eigentlich jedem Spielertyp Spaß.

Peter Rustemeyers ausgezeichnetes Review:

https://peterrustemeyer.wordpress.com/20...roten-planeten/

Miami Dice:

https://www.youtube.com/watch?v=kqHgr5kUbwc


Schon gespielt? Dann schildert uns doch kurz eure Erfahrungen:

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